Willkommen, Bienvenue, Welcome

Matinee, die [lat.-fr.]
I. die; …en: künstlerische Morgenunterhaltung, -darbietung, Vormittagsveranstaltung
II. das; -s: (veraltet) Morgenrock

Am Sonntag um 11 ist unsere Matinee in Plauen und ihr seid alle herzlich eingeladen.

Auf der Kleinen Bühne werden wir über die Oper reden, über Anne Frank, unsere Gedanken und Arbeitsprozesse. Außerdem geben euch Julia, Jana und Maxim schon mal eine musikalische Kostprobe.

Im Anschluss wird die Ausstellung der Plakatentwürfe im Großen Haus eröffnet.

Kommt also vorbei zur künstlerischen Morgenunterhaltung. Vielleicht  sogar im Morgenrock? 😉

 

 

Fragebogen – Sascha

1. blaue Augen, schwarze Haare (und wie, nein)
2. Grübchen in den Wangen (nein)
3. Grübchen am Kinn (sieht man durch den Bart nicht)
4. Dreieck auf der Stirn (nein, aber eine Harry-Potter-Narbe)
5. weiße Haut (im Winter)
6. gerade Zähne (zu 80%)
7. kleiner Mund (joah)
8. gebogene Wimpern (lang und geschwungen)
9. gerade Nase (absolut)
10. hübsche Kleidung (die einen sagen so, die anderen so)
11. schöne Nägel (leider gar nicht)
12. intelligent (ich denke schon)

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar

Am Theater arbeiten wir häufig mit dem schwer greifbaren:

Musik lässt sich vor allen Dingen herstellen und hören, sie zu beschreiben ist ungemein schwieriger, Korrekturen werden meist nicht nur beschrieben, sondern auch „vorgesungen“.

Auch Gesten und noch mehr Ausstrahlung lassen sich schwer beschreiben, vor- und nachspielen sowie ausprobieren bestimmen viele Proben.

Und die abstrakte Idee hinter einer Inszenierung kann man zwar kommunizieren, ihre Umsetzung findet aber eben in anderen Sprachen (Bild, Geste, Ton …) statt.

 

Trotzdem bleibt uns zur Kommunikation nur die Sprache. Entsprechen vollgespickt sind die Produktionsbücher.

 

Notizen

Und individuell 😉 Ratet mal, zu wem welche Notizen gehören.

Heute hier, morgen dort

Gestern war ziemlich aufregend: zwei Durchläufe nacheinander, der eine mit Julia, der andere mit Jana. Spannend, die inszenatorischen Gemeinsamkeiten und individuellen Unterschiede in ihren  Interpretationen zu sehen. Außerdem eine gute Gelegenheit, sich das Stück mit allen Tücken gleich zweimal zu Gemüte zu führen.

Und weil wir so viel geschafft haben, machen wir jetzt erst mal Pause. Oder so was ähnliches: Sascha ist für eine andere Produktion unterwegs, bastelt aber weiter an den Videos und macht sich Gedanken. Julia und Jana arbeiten mit unserer Regieassistentin Anca, damit die Inszenierung im Körper bleibt. Maxim feilt mit Orchester und Sängerinnen an der Musik. Vera bastelt sich ein Programmheft. Charlie steht mit den Werkstätten im Kontakt. Und Nelly wird weiterhin von allem berichten.

Wir verlassen euch also nicht. Und haben weiterhin Probenzitate in petto (wenn auch vielleicht von vorherigen Proben gestohlen 🙂 …)

Probenbesuch

Heute hatten wir erstes kritisches, aber interessiertes (!), Publikum: der Jugendclub!Probenbesuch vom Jugendclub

Silvio Handrick, unser Theaterpädagoge, hatte sich angekündigt und kam mit fünf aufnahmewilligen Mädels vom Jugendclub in unsere Probe. Da wir für einige interne Dinge sowieso die Zeit stoppen mussten, ging es gleich zur Sache: Durchlauf von vorne! Jana war sich ihrer Verantwortung halb bewusst. Wenn die Mädels Fragen stellen, die wir nicht beantworten können, müssen wir dringend nach Möglichkeiten suchen, unsere Aussagen deutlicher darzustellen! Warum läuft sie rückwärts? Was hat es mit dem Angestellten aus dem Lager auf sich? Warum hat sie ein Tablet? Fragen über Fragen, die wir nach dem Durchlauf geduldig und froh besprochen haben. Es ist spannend, wie, durch die einzelnen Alter hinweg, die Perzeption unserer „Anne“ jetzt schon ist – obwohl wir nur in Probenlicht und noch fast ohne jegliche Ausstattung sind. Wie mag das sein, wenn wir weiter sind?

© 2016 Silvio Handrick
© 2016 Silvio Handrick

Die Angst des Regisseurs vorm Finale

Es ist Sonntag Nachmittag, die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend blau, es ist ein wunderbar warmer Herbsttag.

Himmel entspannt
Himmel entspannt

Ich sitze auf der Terrasse der Pension und bin etwas verspannt.
Ja, verspannt.
Denn schon seit einigen Tagen mache ich mir Gedanken, wie ich das Stück szenisch zu Ende bringen kann. Morgen muss es sein: die Finalszene will gestellt werden!
Es hilft alles Rausschieben und Lamentieren, dass es diesmal besonders schwierig, ja nahezu unmöglich sei, nichts. – Ich werde im Kollegenkreis schon für meine Klagen belächelt, da es laut ihrer Aussagen bei jedem Stück für mich schwierig sei, was natürlich totaler Unsinn ist. 😉

Aber diesmal ist es besonders schwer.

Natürlich ist „das Ende“ der historischen Anne Frank klar:
Sie stirbt qualvoll im KZ Bergen Belsen.
Aber wir wollen ja noch etwas weiter gehen.
Einige Ideen, Bilder und Versatzstücke schwirren schon in meinem Kopf … Mal sehen, wie sie sich bis morgen ordnen und was das Ensemble an Einfällen mitbringt.

Himmel verspannt
Himmel verspannt