Wir sind wieder hier …

Die Zwickauer Premiere steht vor der Tür!!
Und das bedeutet, wir sind wieder hier, um euch daran teilhaben zu lassen.

Denn bevor es nächste Woche im Malsaal heißt (figurativer) »Vorhang auf!«, muss so einiges geschehen:
Am Sonntag gibt es unsere Matinee, Montag und Dienstag findet die technische Einrichtung statt, Dienstag ist HP, Mittwoch GP, irgendwann kommen noch Arbeitsproben dazu, Premierengeschenke müssen besorgt werden, und schließlich, am Donnerstag um 18.00, ist Premiere.

Es wird also wieder spannend!
Lest, teilt, kommentiert, und vor allem – kommt vorbei!!

Ein Laie in der BO

Einen ersten Eindruck vom Bühnenaufbau und generell vom ganzen Ablauf des Stücks bekam ich am Montag in Plauen zur BO. BO, das ist die Bühnenorchesterprobe, wie Sascha schon sehr hilfreich in einem der letzten Blogeinträge erklärt hat. Das war die erste Probe, in welcher alle, im vornherein vorbereiteten, einzelnen „Puzzleteile“ zusammengefügt wurden – d. h., der Part der Sängerinnen, die Musik des Orchesters, das Bühnenbild und die Ton- und Lichttechnik, mitsamt der Projektion auf der Leinwand. Ganz schön viel. Und ganz schön spannend wie alles am Ende aussieht! Gespannt wartete auch schon die Premierenklasse, die auch wieder mit dabei war.

An sich war mir der Ablauf ja schon bekannt, doch bereits als Maxim das erste Mal seinen Taktstock schwang, stutzte ich.  Bisher hatte ich nur ihn am Flügel gehört, wie er Janas oder Julias Gesang begleitet hatte. An diese relativ weiche Atmosphäre, die das Klavier allein erzeugt hatte, war ich img_9468gewöhnt. Doch diesmal spielte das Orchester, bestehend aus sieben Musikerinnen und Musikern. Die Musik wirkte anfangs unheimlich schrill, schon fast unangenehm – doch damit natürlich umso wirkungsvoller.

In dieser Probe wurde das Hauptaugenmerk auf die Musik gelegt, welche deshalb sehr oft von Maxim als Musikalischem Leiter unterbrochen wurde. Für mich als musikalischen Laien waren die Fehler oft nicht hörbar, doch er als Profi entdeckte und korrigierte die winzigsten kleinen Unstimmigkeiten. Die Oper war schon „fertig“, sie benötigte nur noch den letzten Schliff, um alles perfekt zu machen.

Nach der Probe ging es zum Nachgespräch von Frau Liedtke, der Theaterpädagogin aus Plauen, und der Premierenklasse. Genauso wie ich waren alle von den dauernden Unterbrechungen und Wiederholungen überrascht, die sicherlich für alle anstrengend waren.

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Nachtrag:
Gestern war ich wieder in Plauen, diesmal zur Hauptprobe. Jana steckte jetzt im Kostüm, das Stück wurde diesmal mit so gut wie keinen Unterbrechungen gespielt und gesungen. Alles passt zusammen. Die Premiere kann kommen! Zumindest aus Sicht meiner Amateur-Augen.

ASP, AmA und KHP; BO1, HP2 und dann GP …

Ein kurzer Blick hinter die Kulissen des Abkürzungssalats:

ASP = Ausstattungsprobe, ist das gleiche wie
AmA = Alles mit Allem, Kostüm, Maske, Licht, Bühne, Video kommen das erste Mal zusammen, die Musik kommt vom Klavier

KHP = Klavierhauptprobe, wie ASP und AmA, nur eine Probe später

BO1 = Bühnenorchesterprobe 1, die erste Probe auf der Bühne mit Orchester, der Fokus liegt auf der Musik, ohne Maske, Kostüm etc.

HP2 = Hauptprobe 2, wie alle Hauptproben mit Maske, Kostüm, Licht etc., sofern nicht anders gekennzeichnet (s. KHP) mit Orchester

GP = Generalprobe, letzte Probe vor der Premiere, alles im Original, die Probe wird nur im allergrößten Notfall unterbrochen
(Trotzdem sollte bei der GP möglichst eine Kleinigkeit schief gehen. Perfekte Generalproben gelten als schlechtes Omen für die Premiere.)

mfg
das Theater